PSO-Zertifizierung der Technikerschule

Die Planung und Durchführung einer Zertifizierung nach PSO ist eines der Tätigkeitsfelder von Technikern. Die Idee, diesen Prozess im Rahmen einer Projektwoche von den angehenden Technikern durchzuführen, entstand aus dem Wunsch nach einem stark praxisorientiertem Unterricht. Durch die guten Kontakte der Technikerschule zum Landesverband konnte diese Idee auf besonders realistische Weise umgesetzt werden.

Die notwendigen Schritte dieses Prozesses wurden auf mehrere Gruppen aufgeteilt. Zum einen konnten alle Schüler mit konkreten Aufgaben im Rahmen des Prozesses verantwortlich betraut werden und zum anderen wurde die Komplexität eines solchen Projektes auch organisatorisch abgebildet.

So mussten nicht nur Druckmaschinen justiert, Kennlinien kontrolliert sowie Platten und Drucke ausgemessen werden, es musste parallel auch die Abstimmung und Koordination verschiedener Arbeitsbereiche bewältigt werden. Damit wurden die angehenden Techniker auf die vielfältigen Anforderungen dieses Prozesses vorbereitet und haben dabei konkrete Erfahrungen gesammelt. Durch den hohen Anteil an Praxis schätzen sie die Anforderungen einer PSO-Zertifizierung genauer ein und können diesen Prozess in einer Druckerei substantiell unterstützen.

Die einzelnen Arbeitsbereiche der Gruppen waren

  • Druckmaschine vorbereiten und drucken
  • Platten und Drucke ausmessen, Ergebnisse interpretieren
  • Prepressarbeitsplatz für standardisierte Produktion kalibrieren.

Die Plattenherstellung wurde über einen externen – und zertifizierten – Dienstleister abgewickelt, da die Schule zu diesem Zeitpunkt noch nicht über eine CtP-Anlage verfügte.

Der Zeitrahmen von einer Schulwoche war ambitioniert, wie alle Beteiligten schnell feststellten. Das Vorbereiten einer Druckmaschine auf »PSO-Standard« ist eine komplexe Angelegenheit. Feuchtwerke und Farbwerke müssen nach Maschinenbuch eingestellt werden, die Kennlinie, die Farborte der Skalenfarben und die Platten auf Linearität überprüft werden. Die ermittelte Kennlinie wurde dem Plattendienstleister übermittelt, damit sie bei der Erstellung der Zertifizierungsplatten berücksichtigt werden konnte.